• 30. Juli 2012
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Neue Woche = Neues Interview.
Unser vierter Interviewpartner ist dieses mal, Kurt Stampfli. Er ist nicht nur unser ältestes lizenziertes Mitglied sondern wohl auch eines der geistreichsten.
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Sälü Kurt, vielen Dank das du dir die Zeit nimmst uns ein kleines Interview zu geben.
1. Frage Bern 4 hat letzte Saison auf dem sehr guten 3. Platz beendet. Was denkst du liegt in in dieser Saison für euch drin?
Wir haben mit Alain und David zwei wertvolle Mannschafts-Stützen an höher klassierte Mannschaften abgeben müssen. Und dies ohne Ausrichtung eines Transfergelds oder einer Ausbildungs-entschädigung. Es wird deshalb schwierig das Ziel der letzten Saison zu erreichen, aber wir versuchen es.
2. Frage Deine alten Teammitglieder David Mondol und Alain Girod werden neu in der 3. resp. in der 4 Liga spielen. Was denkst du wie ihre Chancen in den höheren Ligen aussehen?
Es ist sicher richtig, dass die beiden nicht mehr in den Niederungen der 5. Liga spielen. Die Grundvoraussetzungen für höhere Aufgaben haben sicher Beide. Mit einem qualitativ guten Training, werden sie sich sicher gut in Szene setzen. Ganz besonders an David werden sich noch einige besser klassierte Spieler die Zähne ausbeissen. Eine noch bessere Klassierung muss ihr Ziel sein. Im Spiel gegen Gute, werden sie besser.
3. Frage Mit Reto Aebischer, Nico Fischer und Borja Sanchez stehen neben dir und Marc Munerol 3 neue Mitspieler bei dir im Team. Hast du schon spielerische Erfahrungen mit ihnen machen können?
Um ehrlich zu sein, ich hab mit meinen Mannschaftskameraden noch nicht viel Tischtennis gespielt. Reto hat mich in der letzten Saison als Gegner kennengelernt. Dies ist ja auch nicht von Bedeutung. Wichtig ist, dass wir als Einheit funktionieren, mit einer guten Einstellung an die Matches gehen und jeweils das Beste geben. „Wir geben keinen Ball verloren“, muss unser Motto heissen.
4. Frage Mit Borja Sanchez hat sich nur ein Jugendspieler für die 5. Liga gemeldet, denkst du das die Jugendspieler in der 5. Liga etwas lernen können?
Ich habe nun schon oft erfahren, dass sich Jugendspieler mit dem Einsatz im Meisterschafts-Betrieb bei den Grossen sehr schnell und positiv entwickelt haben. Allerdings braucht es immer auch etwas Geduld und Durchhaltewillen. Für uns ältere und erfahrene Spieler muss es jeweils die Aufgabe sein, die Jugendlichen zu betreuen, zu führen, zu lenken und vermutlich oft mal auch zu trösten.
5. Frage Du hast mit 660 ELO-Punkten genau so viel Punkte in der letzten Saison erreicht um wieder als D2 klassiert zu sein. Was denkst du liegt in dieser Saison bei dir persönlich drin?
Das Rechnen mit „ELO-Punkten“ überlasse ich gerne Anderen. Für mich ist einfach wichtig, dass ich den Sport weiterhin wettkampfmässig betreiben kann. Allerdings machen sich in meinem Alter auch immer wieder gesundheitliche Probleme bemerkbar, die einer möglichen besseren Klassierung immer wieder entgegenstehen. Wir werden sehen.
6. Frage Der TTC Bern hat nach über 10 Jahren wieder eine resp. sogar zwei 3. Liga Mannschaften. Was denkst du liegt für die beiden Mannschaften drin? Wenn man die Klassierungen der Gegner anschaut, sieht es für Bern 2 zumindest sehr schlecht aus.
Mir gefällt die negative Grundhaltung in dieser Fragestellung nicht. Ich sehe die erste Mannschaft an der Spitze der Rangliste und das zweite Team hat genügend Potential, sich in dieser Klasse zu behaupten. Bei der Einschätzung gilt es zu bedenken, dass die Hälfte der Mannschaft „meine Schule“ durchlaufen hat und damit die Grundvoraussetzung besitzt, auch höhere Ziele anzustreben.
7. Frage Seit einigen Jahren hat unser Verein eine neue Homepage, welche nun von David Mondol überarbeitet wurde. Bist du mit dieser zufrieden? Im MTTV gibt es immer noch viele Vereine, welche über keine Homepage verfügen. Denkst du das in der heutigen Zeit für einen Verein eine Homepage ein Muss ist?
Vorweg möchte ich David herzlich danken. Er liefert nicht nur als Spieler sondern auch als Gestalter und Betreuer unserer Homepage eine ausgezeichnete Arbeit ab. Das Internet dient heute als Werbe- und Informationsplattform und ist aus unserem täglichen Gebrauch kaum mehr wegzudenken. Ob Privatpersonen, Vereine oder Unternehmen, sie alle benutzen heute das Netz um ihr „Produkt“ anzupreisen und weltweit zu informieren.
8. Frage Du bist nun bereits über 10 Jahre im TTC Bern und hast somit auch schon diverse Höhen und Tiefen miterlebt. Wie denkst du, sieht die Zukunft des TTC Bern aus?
Der Klub steht heute auf einer soliden Basis und ist durch die Vereinsleitung im Rahmen ihrer Möglichkeiten bestens geführt. Es stellt sich hier die Frage, ob wir als TTC Bern in der Landeshauptstadt nicht auch wie in vielen anderen Sportarten höher klassig vertreten sein sollten? Einen ersten Schritt in diese Richtung haben wir im letzten Jahr erreicht. Wir bräuchten aber noch weitere Topspieler und einen guten Trainer. Um dies zu finanzieren sollten wir uns einen guten Sponsor suchen. Mit etwas Phantasie könnten wir z.B. mit roten Bällen spielen und bei RedBall um Unterstützung bitten.
9. Frage Wenn du etwas im Verein ändern könntest, was wäre das?
In Anlehnung an die Antworten zu Frage 8 sehe ich im Bereich des Trainings, der Trainingsqualität, der Schulung und Instruktion noch viel Nachholbedarf. Heute gehen viele von uns ins „Training“ und spielen mit einem gleichgesinnten PingPong. Im Internet lese ich zu Training folgende Definition: „Eine sich systematisch wiederholende Ertüchtigung mit dem Ziel, die körperliche, kognitive und emotionale Konstitution in der Weise zu verbessern, dass eine erhöhte Leistungsfähigkeit in der jeweiligen Sportart resultiert.“ Um dies zu erreichen brauchen wir einen guten Trainer, einer der insbesondere auch die Topspieler führt, eine klassengerechte Trainingsgestaltung definiert und uns allen wertvolle Tipps erteilt. In der Folge gewinnt der TTC Bern auch an Anziehungskraft für weitere gute Spieler, die sich in Konkurrenz stehen und gegenseitig zu besseren Leistungen animieren.
10. Frage Möchtest du unseren Vereinsmitgliedern und Anhängern da draussen noch etwas sagen?
Ich wünsche allen eine gute Zeit und viele schöne Stunden sei es beim Tischtennisspiel oder sonst im Leben.
Vielen Dank für das Interview und viel Glück in der neuen Saison!

(News vom 30.07.2012)

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