Parallelen zu Schweiz – Portugal

Mit hohen Erwartungen reiste die fünfte Berner Equipe ins „Ausland“ nach Schmitten. Klassierungsmässig waren die Schmittener dank ihrem Top-Spieler Hanspeter Rappo (D5) ähnlich Christiano Ronaldo stärker einzustufen. Gegen die beiden anderen Spieler Charly De Gasparo (D2) und Roman Kahr (D2) rechnete man sich gewisse Chancen aus, auch wenn die beiden früher wesentlich besser klassiert waren. Wie bei der Schweiz wo Valon Behrami verletzungsbedingt fehlte, fehlte bei Bern der Kämpfer und Top-Scorer Dave Mondol. An dieser Stelle gute Besserung! Im Vergleich machte es der Berner Ersatz Kurt Stampfli definitiv besser als Freuler bei der Schweiz. Unser Präsi war an diesem Abend der einzige richtige Lichtblick. Während Tim und Daniel in den ersten beiden Runden jeweils klar als Verlierer vom Tisch gingen, kam bei Kurt immer ein Funke Hoffnung auf. In extrem knappen Spielen verlangte er seinen Gegenüber alles ab, musste aber schlussendlich undankbar als Verlierer vom Tisch. Da die Spiele an den Kräftereserven zerrten verzichtete Kurt auf das Doppel. Dieses hatte es wahrlich in sich. Der erste Satz ging klar an Schmitten. Im zweiten lagen Tim und Daniel mit 3:10 im Hintertreffen, schafften es aber durch konzentriertes Spiel trotzdem mit 12:10 zu gewinnen. Im dritten beinahe das selbe Bild, 5:9 hinten und trotzdem 11:9 gewonnen. Der vierte Satz ging auch dank diversen Netzbällen klar an Schmitten. Im fünften Satz vermochten die beiden jungen Berner zwar auf Augenhöhe zu spielen, zu mehr als einem 8:11 reichte es aber leider nicht mehr. Mittlerweile war die Schweiz 0:1 im Rückstand und auch die Berner standen mit dem Rücken zur Wand. Es galt die Ehre zu retten. Daniel spielte gegen Hanspeter sein eindeutig bestes Spiel an diesem Abend. Gegenüber Charly und Roman pflegt Hanspeter ein wesentlich druckvolleres Spiel, mit Vor- und Rückand Top-Spins. Ein Spiel das dem Spielleiter viel mehr zusagte. Prompt konnte der erste Satz mit 12:10 gewonnen werden. Im zweiten konnte er bis 6:6 mithalten, dann riss der Faden und die Konzentration liess spürbar nach. Eine 1:3 Niederlage war die Folge. Tim machte es gegen Charly noch etwas besser und ging sogar mit 2:1 in Führung. Dann war auch für ihn der Ofen aus, bzw. die Energiereserven erschöpft und Charly holte sich den Sieg im Entscheidungssatz. Zum Glück hat Bern seinen Behrami-Ersatz. Kurt zeigte ein aggressives Spiel und spielte diverse schöne Angriffsbälle. Da er auch dank seiner Routine im Entscheidungssatz nach abgewehrten Matchbällen die Ruhe bewahrte, gelang es ihm tatsächlich den einzigen Berner Sieg mit einem 13:11 zu holen! Bravo!

Tja die Schweiz verliert 0:2, Bern verliert 1:9. Schmitten ist damit zwar nicht für eine WM qualifiziert, verbessert sich aber auf den 2. Tabellenrang und kann so weiter um die Tabellenführung mitspielen. Bern hingegen darf sich weiter nach hinten orientieren und empfängt am 30. Oktober Tabellennachbar Schwarzenburg Zuhause im Kleefeld. Mit einem Sieg könnte man nochmals zum Mittelfeld aufschliessen. Hopp Bärn!

Herren 4. Liga, Bern 5 – Schmitten 1 /// 1:9 Niederlage

Bern:
Kurt Stampfli 1, Tim Winkler 0, Daniel Burren 0

Schmitten:
Hanspeter Rappo 3.5, Charly De Gasparo 3.5, Roman Kahr 2

Matchblatt

Behrami Ersatz – Kurt Stampfli

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Kommentare

  1. Regula Rüfenacht  Oktober 11, 2017

    Ein super Bericht!!!! Das nächste Mal gewinnt ihr wieder….
    Kopf hoch!!!!

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